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Dr. Iris Wangermann

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur richtigen Anwendung von Geschlechts-Pronomen

In dieser Anleitung beschreibe ich, warum Pronomen wichtig sind und warum die richtige Verwendung von Pronomen an der Hochschule wichtig ist. Sie erfahren, wie Sie richtig ansprechen, statt zu diskriminieren und bekommen eine Schritt-für-Schritt-Anleitung Pronomen richtig zu verwenden. Sie erfahren, wie Sie höflich nach dem Pronomen fragen können und erhalten Beispiele für die korrekte Verwendung von Pronomen. Außerdem bekommen Sie Tipps, wie Sie Ihre Pronomen in der E-Mail Signatur, bei Zoom und LinkedIn verändern können.  

Das finden Sie in diesem Blogartikel

Warum Pronomen wichtig sind

Pronomen sind ein wichtiger Teil unserer Sprache, denn sie helfen uns, die Identität und Geschlechtsidentität von Personen auszudrücken. Aber die Verwendung von Pronomen ist nicht immer einfach und kann manchmal verwirrend sein. Ich selbst habe mich in der Vergangenheit oft gefragt, welche Pronomen ich verwenden sollte, um niemanden zu diskriminieren.

Als ich etwa das erste Mal mit non-binären Personen in Kontakt kam, war ich mir nicht sicher, welche Pronomen ich wie genau verwenden sollte. Ich wusste, dass „er/ihm“ und „sie/ihr“ für männliche und weibliche Personen verwendet wurden, aber welche Pronomen sollte ich für jemanden verwenden, der sich nicht als männlich oder weiblich identifiziert? Nach ein wenig Recherche und Gesprächen mit non-binären Personen wurde mir klar, dass „sie/ihnen“ („they/them“) ein respektvolles Pronomen ist, das viele non-binäre Personen bevorzugen.

Einige Menschen bevorzugen außerdem spezifische Pronomen, die möglicherweise nicht so häufig verwendet werden. Zum Beispiel bevorzugen manche Personen das Pronomen „ze/hir“, während andere das Pronomen „xe/xem“ bevorzugen. 

Ich habe zudem mitbekommen, dass es für non-binäre Menschen wirklich wichtig ist, mit den richtigen Pronomen angesprochen zu werden, und dass meine Bemühungen, ihre Identität auf diese Weise zu respektieren, sehr geschätzt wurde.

Pronomen sind ja ein wichtiger Teil der Identität einer Person, und es ist wichtig, sie zu respektieren und zu akzeptieren, unabhängig davon, ob sie männlich, weiblich oder non-binär sind.

Ich verstehe jedoch, dass es manchmal schwierig sein kann, die richtigen Pronomen zu verwenden, insbesondere wenn man mit einer neuen Sprache oder neuen Pronomen konfrontiert wird. In diesen Situationen ist es immer besser, höflich nachzufragen und sich zu bemühen, die bevorzugten Pronomen einer Person zu verwenden. Wenn man versehentlich falsche Pronomen verwendet, ist es am besten, sich zu entschuldigen und in Zukunft die richtigen Pronomen zu verwenden.

Insgesamt denke ich, dass die Verwendung von Pronomen ein wichtiger Schritt ist, um eine inklusive und respektvolle Umgebung für alle zu schaffen. Durch die Anerkennung und Wertschätzung der Identität und Geschlechtsidentität jeder Person können wir eine bessere Welt schaffen, in der jeder Mensch akzeptiert und respektiert wird.

Warum die richtige Verwendung von Pronomen an Hochschulen wichtig ist

In der Hochschulumgebung ist es wichtig, die bevorzugten Pronomen der Studierenden und Kolleginnen und Kollegen zu kennen und respektvoll zu verwenden. Wenn man sich unsicher ist, welche Pronomen eine Person bevorzugt, ist es immer besser, höflich nachzufragen.

Als inclusive Leader könnten zum Beispiel in der Vorbereitung auf ein Meeting, eine E-Mail an alle schreiben, in der sie auch nachfragen, mit welchem Pronomen sie angesprochen werden wollen. 

Insgesamt ist es wichtig, die richtigen Pronomen in der Hochschulumgebung zu verwenden, um eine inklusive und respektvolle Umgebung für alle zu schaffen. Durch die Verwendung der richtigen Pronomen können wir dazu beitragen, eine bessere und inklusivere Umgebung für alle zu schaffen.

Schritt-für-Schritt Anleitung Pronomen richtig verwenden

1. Verstehen Sie die Bedeutung der Pronomen

She/her oder Sie/ihr wird verwendet, um sich auf eine weibliche Person zu beziehen, während he/him oder er/ihm für eine männliche Person verwendet wird. They/them oder sie/ihnen ist ein geschlechtsneutrales Pronomen, das für eine Person verwendet werden kann, die sich nicht als männlich oder weiblich identifiziert.

2. Respektieren Sie Pronomen-Präferenzen

Jede Person hat das Recht, die Pronomen zu wählen, mit denen sie bezeichnet werden möchten. Respektieren Sie die Pronomen-Präferenzen einer Person und verwenden Sie die Pronomen, die sie bevorzugen. Wenn Sie unsicher sind, welche Pronomen eine Person bevorzugt, fragen Sie sie höflich und respektvoll danach.

3. Verwenden Sie Pronomen konsistent

Es ist wichtig, Pronomen konsistent zu verwenden, um Verwirrung zu vermeiden. Wenn Sie sich auf eine Person beziehen, verwenden Sie immer die Pronomen, die sie bevorzugt, auch wenn Sie in der Gruppe sprechen oder über die Person sprechen, wenn sie nicht anwesend ist.

Wie kann ich höflich nach dem Pronomen fragen?

Eine höfliche Möglichkeit, jemanden nach seinen Pronomen zu fragen, könnte wie folgt lauten:

Entschuldigung, ich möchte sicherstellen, dass ich Sie korrekt anspreche. Welche Pronomen verwenden Sie?“

Alternativ könnten Sie auch sagen:

Könnten Sie mir bitte mitteilen, welche Pronomen Sie bevorzugen?

Beispiele für die korrekte Verwendung von Pronomen

She/her oder Sie/ihr

  • Professorin Winter ist eine renommierte Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der Biologie. Sie hat zahlreiche Artikel in Fachzeitschriften veröffentlicht und ist häufig als Rednerin auf Konferenzen eingeladen.
  • Rachel hat ihr Studium mit einem Abschluss in Wirtschaft abgeschlossen. Sie ist jetzt auf der Suche nach einem Praktikum in der Finanzbranche.

 He/him oder er/ihm

  • Dr. Kim ist ein hervorragender Dozent. Er hat viel Erfahrung in der Forschung und in der Lehre.
  • Max studiert Maschinenbau und hat sich auf Robotik spezialisiert. Er plant, seine Forschung in diesem Bereich fortzusetzen und später in der Industrie zu arbeiten.

They/them oder sie/ihnen

  • Alex hat sich als nicht-binär identifiziert und bevorzugt die Pronomen they/them. Sie sind ein aktives Mitglied der LGBTQ+-Gemeinschaft auf dem Campus und engagieren sich in verschiedenen Gruppen und Initiativen.
  • Die Studierenden in diesem Kurs haben unterschiedliche Hintergründe und Interessen. Sie kommen aus verschiedenen Ländern und sprechen verschiedene Sprachen. Es ist wichtig, dass wir ihnen allen gerecht werden und ein inklusives Lernumfeld schaffen.

Tipps: Pronomen ändern in der E-Mail Signatur, bei Zoom und LinkedIn

Wenn Sie Ihre Offenheit für die Verwendung von unterschiedlichen Pronomen signalisieren wollen, dann können Sie das ganz einfach tun, indem Sie Ihr Pronomen in ihrer E-Mail Signatur, auf den Social-Media-Plattformen und ihrem virtuellen Konferenz-Tools angeben.  

Hier ist eine Anleitung, wie auch Sie ganz einfach und schnell ihre Pronomen in der E-Mail Signatur, auf LinkedIn und Zoom einfügen können (diese Programme nutze ich). 

Schritt 1: Die E-Mail Signatur

Schreiben Sie Ihre Pronomen hinter Ihren Namen. 

Schritt 2: Social Media Profile (Beispiel LinkedIn)

Auf das Stiftsymbol in der Mitte rechts klicken. 

Dann ganz einfach das eigene Pronomen in der entsprechenden Zeile auswählen. Fertig. 

Schritt 3: Zoom

Bei Zoom können Sie sehr einfach ihre Namen mit den entsprechenden Pronomen versehen. Dazu gehen Sie – bei laufender Zoom-Video Konferenz – mit der Maus auf ihre Bildschirm-Kachel.

Rechts oben in der Ecke in ihrem Fenster finden Sie 3 Punkte. Klicken Sie darauf und im Dropdown Menü auf „Umbenennen“. Jetzt einfach ihren Namen um die Pronomen ergänzen und fertig. 

Im Benutzerkonto

  • Im Webkonto anmelden
  • Links in der Sidebar „Profil“ auswählen
  • Auf Bearbeiten klicken
  • Namen ändern
  • Auf Speichern klicken

Während des Zoom-Meetings

  • Klicken Sie auf die Punkte in ihrem Zoom-Fenster, oben rechts
  • Im Drop-Down Menü: Umbenennen anklicken
  • Namen ändern

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Wer schreibt hier eigentlich?

Hallo, ich bin Iris! Ich bin Interkulturelle Diplom-Psychologin, interaktive Workshop-Facilitatorin, Forscherinnen-Seele, Bloggerin & Speakerin aus Köln. Ich bin Expertin für Inclusive Leadership, Intercultural Teambuilding und liebe Schokolade.

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