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Dr. Iris Wangermann

Mein Monatsrückblick April 2024: Unvergessliche Momente – Live-Workshops, Osterbesuche und ein einzigartiges Abschlussprogramm

Auf diesen Monatsrückblick habe ich mich echt gefreut, denn der April war so dicht und schnell vorbei, dass ich unbedingt noch einmal innehalten und ihn Revue passieren lassen wollte. Das mache ich heute am 1. Mai, mit einer Tasse grünem Tee, offenen Balkontüren, mit Blick auf meinen Kräutergarten und mächtig grüne Bäume und zu frühlingshaftem Vogelgezwitscher.

Meine Highlights: Ich war gleich zweimal unterwegs zu live Workshops, hatte Besuch von alten Freund*innen über Ostern und unser Jahresprogram Peruvian Healing Practices and Sacred Ceremonial Service Immersion ist geendet. 

Was genau ich gemacht habe, was sonst noch so los war und was ich im Mai 2024 plane, erfährst Du hier in meinem Blogartikel.

Das findest Du in diesem Blogartikel

Unconscious Bias Workshops in Siegen, Oldenburg und Stuttgart

Im April hatte ich das große Glück, gleich drei Unconscious Bias Workshops zu begleitet. Einen virtuellen Workshop über 4 halbe Tage für Graduierte der Universität Stuttgart und zwei live Workshops. 

An der Universität Siegen habe ich schon vor vielen Jahren Interkulturelle Kompetenz Workshops über das International Office angeboten. Eine meiner berührendsten Workshops ( aus der Reihe „Make it in Germany“) war damals für „Scientists at Risk“, also Menschen, die ihr Heimatland – von einem auf den anderen Tag – verlassen mussten, weil sie (wie etwa in der Türkei) eine Friedens-Petition unterschrieben hatten, oder anders politisch verfolgte Menschen, z.B. aus dem Iran. Damals habe ich mir oft gewünscht, dass die s. g. „besorgten Bürger*innen“ in unserem Kreis sitzen und den Geschichten der Betroffenen lauschen könnten. Ich fragte mich, ob sie dann immer noch so laut schimpfen würden, oder ob der diffusen Angst nicht vielleicht Mitgefühl, Dialog und ein „wir schaffen das zusammen“ weichen würde.

Mein live Workshop in Siegen war diesmal zum Thema „Unconscious Bias“ und Teil einer Tagung für den Fachbereich „Medien der Kooperation„. 

Unser weiläufiger, heller Raum in Siegen
Wir hatten viele kreative Geister in den Gruppenarbeiten

Der Workshop war mit 43 Personen hervorragend besucht. Ich habe dafür gesorgt, dass wir – trotz großer Gruppe – interaktiv und erfahrungsorientiert am Thema arbeiten konnten. Außerdem durfte  wie immer der Spaß nicht fehlen.

Die Teilnehmenden kamen aus diversen Fachbereichen und mit diversen Erwartungen. Einige wollten einen ersten Überblick ins Thema, ihre Perspektive wechseln, und sich selbst besser kennenlernen. Andere konkrete Tipps für “ more equal departments“. In der Abschlussrunde kam der Wunsch nach „mehr davon“. 

Mein zweiter Unconscious Bias live Workshop war für Graduierte der Universität Oldenburg. Für den Workshop hatten wir einen unglaublich schönen Raum, in der siebten Etage im Schlauen Haus. Hier war ich schon 2022 zu einem Inclusive Leadership Workshop und ich hatte mich riesig gefreut, wieder herzukommen. Denn man spürt, dass dieses alte, wunderschön restaurierte Haus eine Seele hat und mit sehr viel Feingefühl geführt wird. Diese Atmosphäre in den Räumen unterstützt den Lernprozess der Teilnehmenden. Zudem lässt die Ausstattung keine Wünsche offen und die Kommunikation – genauso wie mit den Mitarbeiterinnen der Graduierten-Akademie – ist richtig klasse, was mir das Arbeiten enorm erleichtert und großen Spaß macht. Deshalb war es mal wieder eine große Freude, hier zu sein. Hier habe ich ein Video vom Raum in der siebten Etage und der Terrasse mit Blick auf das morgendliche Oldenburg gemacht. 

Siebte Etage im schönen Schlauen Haus, Oldenburg.
Kreative Gruppenarbeiten

Mein Workshop-Fazit: Die nachkommende Generation Ph.D. Studierender und Postdocs spürt sehr genau, dass es einen Systemwechsel braucht. Hier sind ein paar Rückmeldungen von den Teilnehmenden:

„If you are interested and open-minded about the topic, I want to encourage you, to partake. One of the things I liked best was to exchange experiences with other participants. Iris is fantastic at creating a comfortable working environment (Anna L. Ph.D. student, University Oldenburg).“

I would strongly recommend this Workshop. I think it is great to participate. We learned how we build up biases and how to overcome them. I would have liked to have even more time to learn more. Iris is very professional in her answers and in reacting to Unconscious Biases and talking about them (Sami D. Ph.D. student, University Oldenburg).“ 

Zusammen ist man weniger allein: Osterbesuch von Freund*innen

Zugehörigkeit zählt zu meinen ganz großen Lebens-Forschungs-Themen. Wer wie ich bikulturell aufgewachsen ist und acht Jahre in fremden Kulturen gelebt, studiert und gearbeitet hat, stellt sich vielleicht früher als andere Menschen die Frage nach den Wurzeln, der Zugehörigkeit und dem Ankommen.

Weitergegebene Generation-Traumata durch Fluchterfahrungen der Eltern- und Großeltern Generation im Zweiten Weltkrieg haben ihr weiteres dazu getan, die Auseinandersetzung mit diesem Thema bei mir schon ganz früh zu triggern. 

Heute bin ich froh, dass ich mich damals schon auf die Reise gemacht habe, diese tief menschliche Sehnsucht, nach Verbundenheit und gleichzeitig authentisch sein könne, letztlich als perfekt-unperfekter Mensch akzeptiert zu werden, zu stillen.

Was damals so schwer war: Ich dachte, dass nur ich dieses Problem habe. Denn wenn ich mich umsah, schienen alle Menschen perfekte Beziehungen zu haben und sie schienen zu wissen „wie das geht“. Erst später dämmerte mir, dass sehr viele Menschen hinter aufgesetzten Masken und schön scheinenden Fassaden leben. Es ist ein kollektives, kein individuelles Thema. Ich bin froh, dass immer mehr Menschen dazu aufwachen und sagen: Ich will mehr!

Heute sitze ich tief bewegt vor einem wunderschönen Freundschaftsgarten, den ich über die Jahre hinweg angelegt habe. Er ist überschaubar, sodass ich ihn gut pflegen kann, aber dafür umso schöner. In diesem Garten wachsen zahlreiche Heilpflanzen und auch wenn nicht immer die Sonne scheint, er ist zu allen Jahreszeiten wunderschön. 

Über Ostern war richtig viel los in meinem Garten. Langjährige Freund*innen waren zu Besuch. Wir hatten viel Spaß, tiefe Gespräche, leckeres Essen, inspirierende Begegnungen und den einen oder anderen Ausflug gemacht, wie z.B. in das wunderschöne Kolumba Museum

Treppenaufgang im Kolumba Museum, Köln.

Ausklang Jahresprogramm: Peruvian Healing Practices & Sacred Ceremonial Service Immersion

Celebrating with Chocolate Cake.

Wenn Du mich schon länger kennst, dann weißt Du: Ich liebe es Brücken zu bauen. Auch zwischen weit auseinander liegenden, diversen Welten, wie der Wissenschaft und den indigenen Weisheitslehren. Weil Weltfrieden ein fundamental wichtiges Anliegen für mich ist. 

Meine Suche nach nachhaltigen Lösungen, um Generationen-Traumata zu transformieren, begann mit Anfang 20. Die westliche, von der Wissenschaft geprägte Welt hat mir damals empfohlenen „Pflaster“ auf die „entzündeten Wunde“ zu kleben und gesagt: „Damit müssen Sie jetzt leben“. Doch das habe ich nie akzeptiert und nach ganzheitlichen Lösungen gesucht. 

Im Jahr 2015 hat mich meine Suche das erste Mal nach Peru geführt. Zuerst in den Amazonas Regenwald, später in die Anden. Auf meiner langen Reise hat sich so einige „Medizin in meinem Beutel“ angesammelt. Im Jahr 2023 wurde ich von meinem Lehrer, dem Medizinmann Puma Fredi Quispe Singona, in seine Jahrtausende alte Qanchis Ylla lineage adoptiert. Mit dem Auftrag, dieses Wissen in den Westen zu bringen. 

Im April ist unser Jahresprogramm: Peruvian Healing Practices and Sacred Ceremonial Service Immersion zu Ende gegangen. Ich hatte die wunderbare Möglichkeit als Teaching Assiatant von Puma eine internationale Gruppe das ganze Jahr über zu begleiten. Dabei habe ich enorm viel gelernt und bekomme eine immer klarere Vision davon, wie dieses alte Wissen nicht nur langersehnte Lösungen hat für unsere kollektive, neue Geschichte, sondern wie sie auch einfach, effektiv, global und lokal angewendet werden kann. Wie aktuell in der westlichen Welt wichtige Themen wie Zugehörigkeit, Nachhaltigkeit, inclusive Leadership und Co-Kreation davon enorm profitieren werden. 

Am Schluss hatten wir eine wunderschöne Feuerzeremonie, um diesen Zyklus gut zu beenden und uns auf das, was als Nächstes kommen wird vorzubereiten. Ich habe das schöne Gefühl, meiner großen Vision „World Peace by Piece“ ein Stück weit näher gekommen zu sein.  

Magaly, Puma and Alfredo in unserer Abschlusszeremonie

Was sonst noch so los war ...

Das plane ich im Mai 2024

Wohlfühlweiss soll es werden
  • Ich werde 2-3 Blogartikel schreiben.
  • Aikido üben
  • Den Frühjahresputz weiter machen: Neue Vorhänge anbringen, den Flur streichen, einen Tisch für meine Medizinbündel aussuchen und vielleicht einen neuen Zoom-Hintergrund auswählen. 
  • Außerdem: Dieses Jahr feiere ich einen besonderen Geburtstag und freue mich schon sehr darauf.

Wie war Dein April 2024? Schreib mir doch in den Kommentaren. Bin ganz gespannt 🤓

PS: Solltest Du Rechtschreibfehler finden, dann melde Dich gerne bei mir. Denn … Ich gestehe, bei mir tanzen die Wörter

Wer schreibt hier eigentlich?

Hallo, ich bin Iris! Ich bin Interkulturelle Diplom-Psychologin, interaktive Workshop-Facilitatorin, Forscherinnen-Seele, Bloggerin & Speakerin aus Köln. Ich bin Expertin für Inclusive Leadership, Intercultural Teambuilding und liebe Schokolade.

5 Gedanken zu „Mein Monatsrückblick April 2024: Unvergessliche Momente – Live-Workshops, Osterbesuche und ein einzigartiges Abschlussprogramm“

  1. Liebe Iris, welch ein prall gefüllter Monat, da hast du einiges erlebt. Einen Freundschaftsgarten finde ich wunderbar, denn ich habe einen großen Garten auch mit Heilpflanzen bestückt. Auch ein großes Insektenhotel schmückt einen Teil davon. Genau wie du ist mir Zugehörigkeit sehr wichtig, das Miteinander und Füreinander.

    Herzliche Grüße von
    Anita

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