Erfahrungsorientiertes Lernen für Unconscious Bias, interkulturelle Kompetenz & Inclusive Leadership – in einer Welt im Wandel
Wenn Menschen an Workshops zu Themen wie Unconscious Bias, interkulturelle Kompetenz oder Inclusive Leadership teilnehmen, erwarten sie oft:
klare Modelle, Tools und direkt anwendbares Wissen.
Und ja — Theorie ist wichtig.
Studien sind wichtig.
Frameworks sind wichtig.
Doch wenn es darum geht, wie wir einander wahrnehmen, vertrauen, einbeziehen oder ausschließen, reicht Information allein nicht aus.
Denn Bias ist nicht nur etwas, das wir denken.
Es ist etwas, das wir fühlen, verkörpern und in Beziehung ausdrücken.
Die Grenzen rein kognitiven Lernens
Viele von uns wurden in Systemen ausgebildet, in denen Lernen vor allem so funktioniert:
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kognitiv
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informationsbasiert
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abstrakt
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individuell
Das funktioniert hervorragend für Wissenserwerb.
Aber weniger gut für zwischenmenschliche Dynamiken.
Warum?
Weil viele unserer Reaktionen auf Unterschied geprägt sind durch:
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frühe Erfahrungen
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kulturelle Prägung
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emotionale Konditionierung
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unbewusste Muster
Wir können wissen, was Bias ist
und trotzdem aus ihm heraus handeln.
Wir können Inclusion verstehen
und dennoch unbewusst Exklusion erzeugen.
Bias ist verkörpert und relational
Unser Gehirn trifft blitzschnell Unterscheidungen:
vertraut / fremd
sicher / unsicher
ähnlich / anders
Diese Fähigkeit schützt uns.
Doch in diversen Arbeitskontexten führt sie auch dazu, dass wir:
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Unterschiede sofort bewerten
-
Kompetenz unterschiedlich einschätzen
-
Nähe oder Distanz fühlen
-
schneller Vertrauen schenken – oder eben nicht
Diese Prozesse sind nicht rein kognitiv.
Sie sind körperlich, emotional und relational.
Und genau deshalb braucht die Arbeit mit Bias mehr als Theorie.
Warum reine Wissensvermittlung nicht ausreicht
Die Forschung zeigt klar:
Bewusstsein allein verändert Verhalten selten nachhaltig.
Was Veränderung wirklich unterstützt, ist eine Kombination aus:
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Wissen (Theorie, Studien, Modelle)
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Selbstreflexion
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Erfahrung im Kontakt mit anderen
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Anwendung im echten Kontext
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Beziehung und Dialog
Transformation entsteht nicht nur im Kopf.
Sie entsteht im Miteinander.
Warum ich erfahrungsorientiert und relational arbeite
In meiner Arbeit verbinde ich bewusst:
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wissenschaftlich fundierten Input
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Reflexionsprozesse
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Dialogformate
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Fallbeispiele aus der Praxis
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verkörperte Wahrnehmung
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Austausch zwischen den Teilnehmenden
Mir ist wichtig, einen Raum zu gestalten, in dem Menschen nicht nur über Bias sprechen, sondern ihre eigenen Reaktionen in Echtzeit wahrnehmen können.
So wird es möglich:
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zu erkennen, wo automatische Reaktionen herkommen
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zwischen erster Wahrnehmung und bewusster Entscheidung zu unterscheiden
-
neue Handlungsweisen auszuprobieren
-
und zu erleben, wie sich bewusste, inklusive Interaktion tatsächlich anfühlt
Diese Art zu lernen unterscheidet sich von einer klassischen Vorlesung.
Sie ist persönlicher, interaktiver und manchmal auch herausfordernder.
Und genau das macht sie wirksam.
Denn nachhaltige Veränderung entsteht nicht allein durch Wissen,
sondern durch Erfahrung im Kontakt.
Zwischen Urteil und Bewusstsein
Ein zentraler Aspekt meiner Arbeit ist die Fähigkeit, zwei Dinge gleichzeitig halten zu können:
✔ Wir alle haben automatische Bewertungen
✔ und wir können bewusst mit ihnen umgehen
Unser Gehirn trifft in Bruchteilen von Sekunden Einschätzungen.
Das ist ein alter, schützender Teil unseres Nervensystems.
Die entscheidende Frage ist daher nicht:
„Urteile ich?“
sondern:
👉 Wie gehe ich mit meinen ersten Impulsen um?
Kann ich wahrnehmen, was in mir passiert,
ohne sofort daraus zu handeln?
Kann ich innehalten, reflektieren
und dann eine bewusste Entscheidung treffen, wie ich reagieren möchte?
Diese Fähigkeit – die eigene Wahrnehmung bewusst zu halten und gleichzeitig in Beziehung zu bleiben – ist für mich ein Kern von Inclusive Leadership.
Warum diese Kompetenzen im Zeitalter von KI noch wichtiger werden
Wir leben in einer Zeit, in der Wissen jederzeit verfügbar ist.
Künstliche Intelligenz kann:
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Informationen strukturieren
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Modelle erklären
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Inhalte generieren
Was sie nicht kann, ist:
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echte menschliche Verbindung herstellen
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emotionale Resonanz spüren
-
komplexe soziale Dynamiken verkörpern
-
ethische Entscheidungen im Kontakt treffen
Das bedeutet für mich:
Je mehr Technologie uns unterstützt,
desto wichtiger werden unsere menschlichen Qualitäten:
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Präsenz
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Empathie
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Wahrnehmungsfähigkeit
-
bewusste Kommunikation
Diese Fähigkeiten entstehen nicht durch Lesen allein.
Sie entstehen durch Erfahrung im Kontakt mit anderen.
Was dich in meinen Workshops erwartet
Wenn du an einem meiner Workshops teilnimmst, kannst du erwarten:
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einen klar gehaltenen, respektvollen Lernraum
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eine Verbindung aus wissenschaftlicher Fundierung und erfahrungsorientierter Praxis
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Raum für Selbstreflexion ohne Bewertung
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Austausch mit Menschen aus unterschiedlichen Kontexten
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konkrete Impulse für deinen beruflichen Alltag
Und du kannst auch damit rechnen, dass Lernen nicht nur „über den Kopf“ geschieht, sondern durch:
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neue Perspektiven
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ehrliche Begegnungen
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Irritationen, die zu Erkenntnissen führen
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Momente von Verbindung und Klarheit
All das gehört für mich zu echter Entwicklung dazu.
Eine Einladung
Du musst nicht „perfekt“, „neutral“ oder „unvoreingenommen“ sein, um an dieser Arbeit teilzunehmen.
Niemand ist das.
Du bist eingeladen, als Mensch zu kommen, der bereit ist:
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wahrzunehmen
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zu reflektieren
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zu lernen
-
und bewusster in Beziehung zu gehen
In einer komplexen, vielfältigen Welt ist das nicht nur eine berufliche Kompetenz.
Es ist eine menschliche Fähigkeit.
Und sie ist lernbar.

